17.10.2017

Leben Teil 38: Meine letzten zwei Wochen…


Mittlerweile liege ich ja entspannt zu Hause auf dem Sofa und habe eine recht gute Strategie entwickelt um durch den Tag zu kommen. Einen und zwei halbe gestrickte Schals später… mit dem Wissen von bestimmt 10 Hörbüchern bereichert, geht es mir viel besser als von den Ärzten prophezeit und von mir angenommen.

Ich hatte wirklich Glück, so schnell einen OP-Termin zu bekommen… da gab es dann keine Ausreden nach dem Motto: da hab ich gerade so viele Aufträge, Treffen, Familientermine… nix war wichtiger als dieser Termin, denn der nächste wäre im Februar gewesen.

Das hätte bedeutet, einer im Februar und der zweite vier Monate später… ich wäre also mit viel Glück dann mal in einem Jahr mit der Geschichte durch und könnte sie dann erst hoffentlich erfolgreich abschließen.

Dazu kam die tolle Wendung, dass ich meinen Operateur am Aufnahmetag überzeugen konnte, doch bitte beide OPs in einer… sprich beide Füße gleichzeitig… zu machen… Ich hatte viel Glück, der OP-Termin war zeitlich großzügig geplant gewesen.

Als ich dann auch noch meine Wunschnarkose vereinbaren konnte (ich mag keine Vollnarkosen)… war ich zum Termin relativ entspannt.

Alles verlief wie geplant… ich konnte spät am Abend des OP-Tags in Begleitung einer Schwester und eines stylischen Rollators bereits zur Toilette.

Die Tage im Krankenhaus waren bis auf die Schmerzen ;( ganz ruhig… ich konnte sogar gut schlafen… sonst eher etwas schwierig bei mir.

Als ich dann nach Hause kam… zweifelte ich zwischenzeitlich an meiner Ehe… es war für alle schon recht anstrengend… wenn die Mutter/Frau mal komplett körperliche ausfällt… aber mittlerweile ist alles gut und eingespielt, und da ich zeitweise aufstehen kann und auch schon draußen stabil ohne Krücken unterwegs bin, ist alles auf einem guten Weg.

Gelernt habe ich viel… über mich, aber auch über die anderen Beteiligten in dieser Geschichte.

Ich bin wesentlich geduldiger als ich je gedacht hätte, was einfach daran liegt… ich hab zum einen keine Alternative… zum Anderen will ich den OP-Erfolg natürlich nicht gefährden.

Meine letzte Klinikerfahrung war miserabel… dieses Mal bin ich von allem wirklich fast begeistert, wenn man das von einer OP sein kann… ich fühlte mich gut aufgehoben… die Ärzte und Schwestern waren kompetent und entspannt… das kannte ich gar nicht so… keine Hektik, sondern alles sehr menschlich und teilweise fast liebevoll… so wusste eine Küchendame, dass ich nicht gerne normalen Kaffee mit Dosenmilch trinke, und auf ihrer Tour des Tablett-Einsammelns brachte sie mir dann immer am Ende des Frühstücks noch einen Kaffee mit geschäumter Milch vorbei.

Vielleicht ist es auch meine durchaus positive Einstellung zu solchen Erlebnissen… wenn ich Dinge nicht ändern kann, finde ich es einfacher sie anzunehmen als sich ständig darüber Gedanken zu machen, was alles passieren kann.

So, jetzt seid Ihr auf dem aktuellen Stand… ich bin also immer noch viel auf dem Sofa und laufe ansonsten etwas durch die Wohnung und kann schon wieder einige Dinge im Haushalt übernehmen… ansonsten hilft uns auch mal die Pommesbude und die Tiefkühlpizza gut durch die Zeit.


Herzensgrüße
Eure Rike

1 Kommentar:

  1. Liebe Rike! Ich war insgesamt 8 Monate in Krankenhäusern bzw.
    Rehakliniken. Es war gar nicht so einfach meinen Platz in meiner Familie wieder zu finden. nach 5 Monaten zuhause ist es mir das mittlerweile ganz gut gelungen. Alles Gute für ddich.Liebe Grüße Ivonne

    AntwortenLöschen